Die Kinder

Wer in Tansania unterwegs ist, sieht die Folgen einer hohen Aids-Infektionsrate. Kinder leben auf der Straße oder werden nur notdürftig versorgt von Verwandten, die mit der Hilfe überfordert sind. Besonders Mädchen sind die Leidtragenden, daher bemüht sich Amani, Mädchen bevorzugt aufzunehmen. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit den lokalen Sozialämtern.

Viele Kinder erleben im Kinderdorf zum ersten Mal in ihrem Leben Schutz und Geborgenheit, die Sicherheit, jeden Tag etwas zu essen zu bekommen und regelmäßig die Schule besuchen zu dürfen.

Die Kinderdörfer bestehen aus sechs Kinderhäusern, in denen jeweils 12 -14 Kinder mit einer Hausmutter und einer Helferin eine Familie bilden. Zusammen mit einem Gemeinschaftshaus, der Landwirtschaft, dem großen Gemüsegarten und den Versorgungs- und Sozialeinrichtungen besteht eine lebendige dörfliche Gemeinschaft.

Wenn man den Kindern zusieht, die spielen oder helfen, und die Hausmütter bei ihrer Arbeit beobachtet, erlebt man eine herzliche Atmosphäre und versteht, dass die Dörfer Heimat für die Kinder geworden sind.

Die Schulferien verbringen die Kinder nach Möglichkeit in ihren Restfamilien. Es ist uns wichtig, dass die Kinder den Kontakt halten und ihre tansanischen Wurzeln nicht verlieren. Viele Kinder gehen nach Beendigung ihrer Ausbildung wieder in ihre Heimatdörfer zurück.

Die Verbundenheit der Kinder untereinander und zu Amani bleibt auch nach Verlassen des Kinderdorfes erhalten.