Voilà, die Neuen 2018

Am ersten Adventswochenende waren wieder 15 Bewerber/innen auf die sieben Freiwilligenstellen, die wir im Rahmen des weltwärts-Programm in unseren Projekten in Tansania unterhalten, zum Auswahlseminar nach Geldern gekommen. Die Bewerberin mit der kürzesten Anreise kam aus Duisburg, die beiden Bewerber mit der weitesten kamen aus dem Allgäu. In Geldern trafen sie auf acht ehemalige Freiwillige und vier Vertreter unseres Vereinsvorstandes. In Einzelgesprächen und Gruppenaktivitäten hatten wir Gelegenheit, die Bewerber/innen in unterschiedlichen Situationen kennen zu lernen. Ein insgesamt starkes Bewerberfeld hat uns die anschließende Entscheidung nicht leicht gemacht. Ungewöhnlich war, dass sich fünf Schreiner/innen beworben hatten, so viele wie noch nie.

Neu war, dass wir diesmal keine Freiwilligen für die Ruaha Catholic University auszusuchen hatten, sondern für die bischöfliche Cagliero Catholic School for Girls. Unser Ansprechpartner bei der Schulverwaltung der Diözese, Father Aidan Ulungi, hat sich dafür stark gemacht, dass die Stellen, die bei der RUCU wegfallen, durch Stellen an einer anderen Einrichtung ersetzt werden. Leider wissen wir noch nicht genau, was an dieser Schule auf uns zukommen wird, weshalb wir uns für diese Stellen primär Allrounder ausgewählt haben.

Folgende Personen werden das Amani-Freiwilligen-Team 2018/19 sein:

Schreinerei in Kilolo:

Als erstes haben wir Paul Krämer ausgewählt, der sich schon letztes Jahr beworben hatte, aber damals dann doch nicht wollte. Wir haben ihm aber die Chance gegeben, sich dieses Jahr noch einmal zu bewerben. Er konnte dann auch in Ruhe seine Gesellenprüfung hinter sich bringen und Berufserfahrung sammeln. Paul kommt aus Köln und hat dort seine Ausbildung in einer typischen Schreinerei absolviert:

An seiner Seite wird Christina Roser aus Nürnberg in der Schreinerei tätig sein. Christina hat ihre Ausbildung an einer Schule in Garmisch-Partenkirchen absolviert, an der seinerzeit auch schon eine andere Amani-Schreiner-Freiwillige gewesen war; ein Lehrer dieser Schule hat Christina auf uns aufmerksam gemacht. Dann wollte es aber der Zufall, dass sie im Urlaub einen anderen Amani-Schreiner kennen gelernt, der sie in ihrem Plan bekräftigt hat, einen Freiwilligendienst in unserer Schreinerei zu absolvieren, bevor sie ein Studium im Bereich Produktdesign beginnt.

„Lehrer“ in Kilolo:

Julian Karrer aus Kißlegg im Allgäu, soll das Trio in Kilolo komplettieren. Er wird die Stelle als Assistenzlehrer an der Kilolo Secondary School und im Kinderdorf Kilolo übernehmen. Wir entsprechen damit dem Wunsch unserer tansanischen Partnerinnen, die sich ein männliches Wesen für diese Stelle gewünscht haben. Julian ist vielseitig begabt und interessiert und ein sehr guter Schüler.

Kitwiru:

Tabea Engelke kommt aus Bad Nenndorf bei Hannover. Sportlich tätig ist sie im Bereich Handball, wo sie in einer A-Jugend-Mannschaft spielt. Weiterhin engagiert sie sich im „Schulvorstand“ und in der Jugendarbeit der evangelischen Kirche. Sie hat schon an mehreren Auslandsprogrammen ihrer Schule teilgenommen und bezeichnet einen zweiwöchigen Aufenthalt in China im Jahre 2016 als besonders prägend.

Hannah Schlusche kommt aus Greven im nördlichen Münsterland. Sie spielt Flöte und engagiert sich sportlich im Trampolinspringen; in dieser Disziplin trainiert sie auch eine Jugendmannschaft. Sie hat an ihrer Gesamtschule Pädagogik belegt und bezeichnet dies neben Englisch, worin sie auch Nachhilfe gibt, als ihr Lieblingsfach. Auch sie war schon in der weiten Welt, nämlich für zwei Wochen in Chile. 

Cagliero Secondary School for Girls:

Eva Kirchner  kommt aus Duisburg. Eines ihrer Hobbies ist die Jugendarbeit in ihrer Pfarrgemeinde. Sie begleitet und betreut dort unter anderem Kindergruppen, Wochenendfahrten und Ferienfreizeiten. Auch ist sie dort als Messdienerin aktiv und hat letztes Jahr auch das Ausbilden und Leiten der Messdiener übernommen.

Dominic Nieder kommt aus Isselburg bei Bocholt. Dort spielt er seit vielen Jahren Fußball im Verein und Trompete im Jugendorchester. Seine schulischen Schwerpunkte sind im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich (Leistungskurse Mathe und Physik) und er würde auch gerne Computerkenntnisse vermitteln. Dominics Mutter ist übrigens Britin, und so hat er zwei Staatsbürgerschaften und ist zweisprachig aufgewachsen.