Neuigkeiten aus dem Kinderdorf Kilolo (September ’25)

Im Juni waren viele Kinder für drei Wochen in den Ferien bei ihren Verwandten. Anfang Juni sind sie aufgebrochen und erst Ende des Monats wieder ins Kinderdorf zurückgekehrt. Die Ferien dauerten insgesamt bis Anfang Juli, sodass wir noch eine gemeinsame Woche miteinander verbringen konnten. In dieser Zeit haben wir es uns schön gemacht: Wir haben Stockbrot gebacken und Waffeln gemacht. Die älteren Jungs haben gerne Usikasirike (die tansanische Version von „Mensch, ärgere dich nicht“) gespielt, ein Spiel, das sie von den vorherigen Freiwilligen Annika und Lukas bekommen hatten und es mit viel Geduld den jüngeren Kindern beigebracht haben.

Anfang Juli stand dann die große Bohnenernte an. Drei Tage lang waren wir damit beschäftigt, die Bohnen von unseren Feldern zu holen. Die älteren Kinder haben geerntet, während die Jüngeren fleißig die vollen Säcke ins Kinderdorf getragen haben. Das Feld, auf dem die Bohnen gewachsen sind, hatten wir bereits im Februar umgehackt und im März bepflanzt. Die Pflanzen sind schnell gesprossen, doch im Mai mussten wir dann erst auf ausreichend Sonne warten, damit die Bohnen vollständig trocknen konnten. Anfang Juli war es dann soweit: Wir ernteten die Bohnen und ließen sie noch etwa zwei Wochen in der Sonne nachreifen, bevor wir sie mit Stöcken ausschlugen, um die Bohnen aus den Schoten zu lösen.

Ein besonders emotionaler Moment war der 7. Juli, als alle Kinder vom Boarding wieder zurück in die Schule gingen, besonders, weil die Form-2-Kinder erst im Dezember wiederkommen werden.

Im Juli haben wir auch mit den Proben für das Lied Baba Yetu von Christopher Tin begonnen, das wir Ende August nach dem Gottesdienst in der Kirche vorsingen möchten. Außerdem haben wir gemeinsam das Karussell und die Netball-Tore neu gestrichen.

Die Kinder der 7. Klasse stecken derzeit mitten in den Vorbereitungen auf ihre landesweite Prüfungen, die am 10. und 11. September stattfinden werden. Diese Prüfungen sind sehr wichtig, da sie von der Regierung gestellt werden und entscheidend für den weiteren Bildungsweg sind. Um sich bestmöglich vorzubereiten, haben die Kinder Ende Juli sogar eine ganze Woche in der Schule übernachtet.

Auch im Nachhilferaum hat sich einiges getan: Wir haben ihn gemeinsam dekoriert, unter anderem mit einer bunten Wimpelkette; auf jedem Wimpel ist ein Name und ein Bild jedes Kindes zu sehen. Zusätzlich haben wir in den Ferien Merkzettel mit englischer Grammatik erstellt, damit die Kinder beim Lernen eine bessere Übersicht haben und Inhalte schneller wiederholen können.

Im Juli hatten wir außerdem zweimal Besuch vom Vorstand. Anfang des Monats kamen Helmut, Inge, Clemens und Usch ins Kinderdorf. Mit Inge und Usch haben wir die Wimpelkette gebastelt und farbenfroh gestaltet. Mitte Juli besuchte uns dann Marlies, gemeinsam mit ihrer Tochter und Enkeltochter.

Außerdem ist Halima umgezogen. Sie wohnt jetzt im Dorf Kilolo, nicht weit von unserem Fahrer Linus und unserer Kindergärtnerin Ziwile. Sie meinte, sie möchte das „richtige“ Leben kennenlernen, weil sie von klein auf im Kinderdorf war.