Neues aus der Schreinerei

In der Schreinerei des Amani Kinderdorfs Kilolo hat sich in den letzten Monaten viel getan. Beginnen wir damit, dass Rogatus, der ehemalige Chef, leider nicht weiter Teil unseres Teams ist. In sehr gutem Austausch mit Mama Erica und dem tansanischen Board sowie auch nach Rücksprache mit dem deutschen Vorstand wurde gemeinsam entschieden, seinen Vertrag nicht zu verlängern. 

Wie es dann jetzt gerade läuft und weitergeht? Doch, wirklich gut!

Die drei verbleibenden tansanischen Mitarbeiter sowie Paul und ich sind schwer motiviert. Zu tun haben wir so viel, dass Phrasen wie „in Afrika hat man die Zeit“ wohl schon längst den Märchen angehören. Die Buchhaltung und Organisation führe ich derzeit zusammen mit Bosco, dem langjährigen Mitarbeiter und voraussichtlichen Leiter der Schreinerei. 

Die deutschen Schreinerfreiwilligen Paul und Christina, unterstützt von Eva, der Freiwilligen an der Cagliero Girls Secondary School
Die deutschen Schreinerfreiwilligen Paul und Christina, unterstützt von Eva, der Freiwilligen an der Cagliero Girls Secondary School

Außerdem haben wir eine Tafel im Büro der Schreinerei geschaffen, so dass alle Aufträge und auch die Preise für jeden Angestellten ersichtlich sind und dadurch kontrolliert werden. Und obwohl wir keinen Mangel an Aufträgen haben, haben wir uns engagiert, dass dies auch künftig so bleibt. So haben wir zum Beispiel in Iringa an einer Handwerks-Messe teilgenommen. Vorher hatte ich noch einen Katalog mit Fotos unserer Arbeiten angefertigt, und eine Handynummer für den Workshop eingerichtet, welche dann dem nächsten Freiwilligen weitergegeben werden soll, so dass die Kunden sich auch in Zukunft noch melden können. Diese Nummer haben wir auch auf Visitenkarten gedruckt. Zu guter Letzt haben wir noch eine Facebook-Seite geschaffen, da es dort eine Gruppe „Iringa Living“ gibt. Diese kann man gut nutzen, um, falls wir mal weniger Arbeit hätten, einen kleinen Post zu schreiben und Leute aus der Umgebung auf uns aufmerksam zu machen. Außerdem kommt man häufig unterwegs über den Workshop ins Gespräch, und die Facebook-Seite ist eine gute Möglichkeit, Fotos unserer Produkte zu zeigen. Wir hoffen auch, dass zukünftige Freiwillige weiterhin die Handwerks-Messe besuchen, da man auch dort wirklich gut und einfach Kunden findet. 

Alles in allem sind wir also nun im Aufwind! Ich persönlich bin sehr gespannt zu welchen Zahlen der uns wohl hinträgt. 

Christina Roser