Gar nicht so einfach, ehe das Team steht

Ein zäher Start

Wir wussten, dass es dieses Mal schwierig werden würde, unsere Freiwilligenstellen zu besetzen. Denn Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein stellen dieses Jahr die Struktur ihrer Gymnasien um, so dass man ab jetzt neun Jahre bis zum Abitur braucht statt acht. Umgangssprachlich nennt man so etwas G9 statt G8. Das bedeutet, dass es 2026 an den Gymnasien dieser beiden Bundesländer keinen Abiturjahrgang gibt. Wenn sich diese Regelung auch nicht auf Gesamtschulen und Berufskollegs bezog, mussten wir davon ausgehen, dass der Pool der potenziellen Interessierten dieses Jahr deutlich kleiner ist als sonst. Wir hatten dieses Jahr den Bewerbungsschluss in den Dezember und den Termin für das Auswahl-und Kennenlernwochenende in den Januar gelegt. Ursprünglich hatten wir acht Bewerbungen vorliegen; auf die Einladung zu diesem Wochenende reagierten aber nur drei der Bewerber*innen positiv. Die anderen hatten entweder woanders abgeheuert oder machen ganz was anderes. Die drei, die noch dabei waren kamen aus Berlin bzw. aus dem Großraum Hamburg. An besagtem Wochenende wütete ein Sturmtief, das uns dazu führte, aus dem Wochenende einen Samstag zu machen und ihn per Zoom durchzuführen. Das klappte dann auch. Den dreien haben wir eine Stelle angeboten, die sich auch angenommen haben. Immerhin!

Funkstille, und dann die plötzliche Wendung

Wir haben dann eine neue Deadline gesetzt, aber es tat sich tagelang nichts. Kurz vor Bewerbungsschluss trudelten jedoch plötzlich fünf Bewerbungen bei uns ein, drei von ihnen von Schüler*innen der privaten Gesamtschule Facettenreich aus Issum-Sevelen, wo eine unserer ehemaligen Freiwilligen unsere Stellen vorgestellt hatte. Unsere Stimmung schwankte also zwischen „Hat alles keinen Zweck!“ und „Geht doch!“ Und die fünf Bewerber*innen haben uns so überzeugt, dass wir ihnen allen eine Stelle angeboten haben.

Nach einem holprigen Start freuen wir uns jetzt über ein starkes, vielfältiges Team. Dieses Jahr hat uns gezeigt: Auch wenn der Weg manchmal steinig ist – am Ende findet sich ein Team, das wirklich gut zu uns passt.