Eindrücke einer ersten Reise nach Tansania

Für unseren neuen Finanzvorstand Hans-Peter Kosmider wurde es Zeit, die Kinderdörfer zu besichtigen. Im Mai fuhr er zusammen mit Vorstandsmitglied Marlies Deutskens für zwei Wochen nach Tansania. Hier sein Bericht:

Es war eine lange Reise über Dubai und Dar es Salaam nach Iringa. Bei strahlendem Sonnenschein holt uns die Chefin, Mama Erica, persönlich am Flughafen Iringa ab und begrüßt uns herzlich.

Wir fahren ins Kinderdorf Kilolo. Sechs in zwei Dreiergruppen angeordnete Kinderhäuser, die große „Krefeld Hall“, Räume für den Kindergarten, die Schneiderei, verschiedene Wirtschaftsräume und schließlich die etwas abseits gelegene Schreinerei – eine tolle Heimstatt für die 100 Kinder dort. Die fühlen sich offensichtlich sehr wohl dort. Wenn sie von der Schule zurückkommen, singen und tanzen sie; das ganze Dorf ist dann vom Gesang der Kinder erfüllt. Mit einigen größeren Kindern können wir auch auf Englisch sprechen und von ihren Plänen für weiterführende Schule und Beruf hören. Dann die große Willkommens­veranstaltung: Alle Kinder singen und tanzen, alle Hausmütter und Helferinnen sind dabei, und nicht zuletzt unsere Freiwilligen, die laut beklatscht beim Tanzen mitmachen.

Überhaupt, unsere Freiwilligen: Hoch motiviert und engagiert, voller Zuwendung für die Kinder, mit guter Selbsterkenntnis, wie sie durch das Freiwillige Jahr im Kinderdorf an Selbständigkeit und Lebenserfahrung gewinnen, und dankbar, dass Amani sie gut vorbereitet und betreut. Letzteres ist wohl längst nicht bei allen Organisationen mit Freiwilligen so.

Nach einem wunderschönen Safari-Wochenende im nahen Ruaha-Nationalpark folgt der Besuch in Kitwiru, dem gerade fertiggestellten zweiten Kinderdorf. Unser Koordinator Jörg Eule hat dort ein so schönes, gut angelegtes und durchdachtes Dorf konzipiert und vom lokalen Bauunternehmer Aziz Mwalongo so sorgfältig bauen lassen, dass man nur staunen kann. Selbst in Deutschland wäre das eine Vorzeige-Anlage. Eine Dänin, die wir im Hotel getroffen haben, in Tansania medizinische Projekte begleitet und mit uns nach Kitwiru kommt, ist ebenfalls ganz begeistert. Auch hier sind die Kinder so fröhlich, als wüssten sie schon zu schätzen, wieviel besser sie es haben als die Kinder nebenan, die die Kuhherden hüten und wohl keine Schule besuchen werden.

Abschließend wird uns klar, dass wir nicht nur vielen Kindern gute Perspektiven eröffnen, sondern auch 50 Menschen als Hausmüttern und in diversen Funktionen Lohn und Brot geben. Allen Spendern, Paten und Unterstützern sei herzlich gedankt !

01-hans-peter-kosmider-mit-kindern-in-kilolo-mai-2015

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