08. März 2026 | Kilolo, Vereinsarbeit
Wir stellen vor: Serafina Chodota

Bitte erzähl uns etwas über dich!
Ich bin 64 Jahre alt, im Herzen in jeder Hinsicht eine Mutter. Ich habe den Großteil meines Lebens damit verbracht, mich um andere zu kümmern, sei es in meiner eigenen Familie oder in der Gemeinschaft. Ich bin energisch, leidenschaftlich und glaube fest an Disziplin, Liebe und Beständigkeit. Kinder brauchen genauso Grenzen wie Zuneigung. Ich lache leicht, sage meine Meinung und glaube, dass jedes Kind Würde, Führung und Hoffnung auf eine bessere Zukunft verdient.
Welche Rolle hast du in Bezug auf Amani und die Freiwilligen?
Ich leite das Kinderdorf Kilolo und sehe mich selbst sowohl als Betreuerin als auch als Wegweiserin. Für die Kinder bin ich eine Mutter, eine Lehrerin und manchmal durchaus streng.
Für die Freiwilligen bin ich Koordinatorin, Mentorin und Partnerin. Ich sorge dafür, dass die Kinder sicher sind, Routinen eingehalten werden und alle, die mit uns arbeiten, verstehen, dass Amani nicht nur ein Ort ist – es ist ein Zuhause. Ich schätze Freiwillige sehr, achte aber auch darauf, dass unsere Werte, Regeln und das Wohl der Kinder immer an erster Stelle stehen.
Wie hast du von Amani erfahren und wie kamst du zu deiner Rolle?
Mein Weg mit Amani entstand ganz natürlich durch meine Tätigkeit als Lehrerin an der Kilolo Sekundarschule, während ich dort auch Amani-Kinder unterrichtete, die dort zur Schule gingen.
Womit verbindest du Amani?
Liebe, Verantwortung und Hoffnung. Amani steht für Sicherheit für Kinder, die Verlust oder Not erlebt haben. Es geht um Struktur, Bildung und emotionale Heilung. Ich verbinde Amani auch mit Teamarbeit – zwischen dem Personal, den Freiwilligen und Unterstützern aus verschiedenen Teilen der Welt. Am wichtigsten ist: Amani bedeutet Familie. Wir teilen vielleicht kein Blut, aber wir teilen das Leben.
Blick in die Zukunft: Hast du Wünsche für die weitere Zusammenarbeit?
Mein Wunsch ist eine tiefere, langfristige Zusammenarbeit, die auf Verständnis und Respekt aufgebaut ist. Ich hoffe, Freiwillige zu sehen, die nicht nur kommen, um zu helfen, sondern auch zu lernen, sich zu engagieren und wirklich eine Verbindung zu den Kindern aufzubauen. Ich wünsche mir außerdem fortgesetzte Partnerschaften, die Bildung, Gesundheit und Kompetenzentwicklung unterstützen, damit unsere Kinder zu selbstbewussten, unabhängigen Erwachsenen heranwachsen. Die Zukunft von Amani hängt von Einheit, Geduld und gemeinsamem Zweck ab – und ich glaube, dass wir zusammen noch mehr erreichen können.
Das Interview führte Marlies Deutskens