Die Farm

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In Tansania lebt ungefähr 90 % der Bevölkerung auf dem Lande. Die Mehrzahl von ihnen hat kein regelmäßiges Einkommen und muss mit dem Ertrag der eigenen kleinen Landwirtschaft auskommen. Das gemäßigte Klima, mit zwei Regenzeiten zwischen November und Ende April und einer Trockenzeit von Mai bis Ende Oktober, trägt dazu bei, dass die Familie sich von einer kleinen Fläche ernähren kann.

In Kilolo haben wir eine große Fläche für die Landwirtschaft, die mit dem Traktor bearbeitet wird. Hauptsächlich werden Mais, Bohnen und Sonnenblumen (für Öl) angebaut. Zu fast jeder Mahlzeit in Tansania wird Ugali, eine Art Maisbrei, gereicht. Die Maisernte in Kilolo deckt nicht nur den Jahresbedarf für das Kinderdorf, sondern liefert auch einen Überschuss, der verkauft oder gegen Reis getauscht wird.

Im Garten wachsen  verschiedene Kohl- und Spinatarten, Möhren, Zwiebeln, Erbsen, Tomaten, Bohnen und Kräuter. Über die Hälfte des Gemüsebedarfs kommt aus dem eigenen Garten. Während der Trockenzeit muss der Garten täglich von Hand bewässert werden. In der Regenzeit muss das Wasser teilweise um die Beete herum abgeleitet werden.

Kilolo liegt fast 1.900 m über den Meeresspiegel. Viele tropische Obstsorten wie Mangos und Papaya wachsen dort nicht – dafür aber Birnen und Pfirsiche, die nie reif werden, da sie die Kinder mit Begeisterung pflücken und essen, während sie noch grün sind.

Frauen aus der Umgebung arbeiten täglich im Garten und auf den Feldern. Unsere Hausmütter und Kinder helfen am Nachmittag und an den Wochenenden gerne mit, besonders zur Erntezeit. Es ist uns sehr wichtig, dass die Kinder Basiskenntnisse im landwirtschaftlichen Anbau für ihr späteres Leben lernen.