Amani-Kinderdorf

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Das Kinderdorf Kilolo

 

Abseits des Dorfes Kilolo, ca.40 km von Iringa entfernt, biegt man von der holprigen Straße ab und ist überrascht: Backsteinhäuser, Blumenbeete, eine gepflegte Umgebung. Und wenn man den Kindern zusieht, die dort spielen oder helfen und die Hausmütter bei ihrer Arbeit beobachtet, erlebt man eine herzliche Atmosphäre und versteht, dass dieses Dorf Heimat geworden ist für viele Kinder. Die meisten von ihnen erleben hier zum ersten Mal in ihrem Leben Schutz und Geborgenheit, die Sicherheit, jeden Tag etwas zu essen zu bekommen und regelmäßig die Schule besuchen zu dürfen.

Wer in Tansania unterwegs ist, sieht die Folgen einer hohen Aids-Infektionsrate. Kinder leben auf der Straße oder werden nur notdürftig versorgt von Verwandten, die mit der Hilfe überfordert sind. Besonders Mädchen sind die Leidtragenden, daher bemühen sich die Verantwortlichen, Mädchen bevorzugt aufzunehmen.

Das Amani Kinderdorf Kilolo  besteht aus sechs Kinderhäusern, in denen jeweils 12 -14 Kinder mit einer Hausmutter und einer Helferin eine Familie bilden. Zusammen mit einem Gemeinschaftshaus, der Landwirtschaft, dem großen Gemüsegarten, der Näherei und einer Schreinerei und den Versorgungs- und Sozialeinrichtungen ist so eine lebendige dörfliche Gemeinschaft entstanden. Die Leitung des Dorfes liegt in tansanischen Händen, nämlich denen der pensionierten Grundschullehrerin Erica Mwakalebela, von allen respekt- und vertrauensvoll Mama Erica genannt.

Die jüngeren Kinder gehen in den dorfeigenen Kindergarten, die älteren besuchen eine Schule vor Ort oder ein Internat, studieren oder bekommen eine Ausbildung. Deutsche Freiwillige, die mit den Kindern und Hausmüttern jeweils für ein Jahr im Dorf leben, unterrichten an der örtlichen Secondary School Mathematik, um dort den Unterricht zu verbessern. Nachmittags geben sie den älteren Kindern Förderunterricht, helfen bei den Hausaufgaben und lesen mit den Kleinen. Auch geben sie nachmittags Englischunterricht an der lokalen Primary School.

In der Amani-Schreinerei werden momentan vor allem Fenster und Türen sowie Möbel, in erster Linie für den Bedarf der Kinderdörfer hergestellt. Geleitet wird sie von einem Tansanier. Neben tansanischen Angestellten und einem Auszubildenden leisten eine deutsche Schreinerin und ein deutscher Schreiner mit abgeschlossener Ausbildung hier ihren Freiwilligendienst.

Die Näherei fertigt Schuluniformen, Kleidung und Dinge des täglichen Bedarfs und hält auch Ausbildungsplätze für Mädchen bereit.

Das Dorf steht, aber die Arbeit geht weiter. Nun müssen wir unsere ganze Kraft in die Sicherung des Unterhalts und die Möglichkeit einer guten Ausbildung für alle Kinder stecken. Dazu sind wir auch weiterhin auf Spenden angewiesen!