Amani-Kinderdorf

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Und wieder geht ein Container auf die Reise nach Tansania

Am Montag, dem 28.03.2011 war es wieder so weit: Was fleißige Hände in den letzten Wochen zusammengetragen und verpackt hatten, wurde in einen Container aufgeladen und auf den Weg nach Tansania geschickt.

Seit letztem Herbst befinden sich unsere Lagerräume auf dem Gelände des Heuhotels Dümpenhof der Familie Mackenschins in Wachtendonk. Anders als bei unserem Lager in der Vergangenheit konnte der Container direkt an die Lagerräume herangefahren werden, was die Aufladung vereinfacht hat. Matthias Schmidt hatte wieder ein Team kräftiger junger Männer vom Friedrich-Spee-Gymnasium in Geldern mitgebracht, und schnell war der Container voll:  mit Computern und Bildschirmen der Deutschen Bank und vom FSG, mit Werkzeugen für die Schreinerei, Nähmaschinen, Hausrat, Kleidung, Schuhen, Schreibmaterial, Fahrrädern und wieder einmal großzügig von „Mission und Lepra“ in Willich gespendeten Wolldecken.

Besonders stolz sind wir darauf, die Lösung eines Problems gefunden zu haben, das uns schon seit einigen Jahren beschäftigt. Unsere Schreinerei produziert nämlich ständig Sägemehl, das mittlerweile zu einem riesengroßen Berg angewachsen ist. Mehrere Versuche, eine praktikable Methode zu finden, diese Sägespäne sinnvoll zu verwenden, hätten in sehr teuren Lösungen geendet oder gleich in der Sackgasse. Jörg und Judy Eule haben jedoch nicht aufgegeben und bei der Firma Ecoworxx im niedersächsischen Raddestorf einen so genannten Pelletmaker aufgetan, der aus den Sägespänen durch Druck Pellets macht, die dann zum Heizen und Kochen verwendet werden können. Gerade in einem Land, in dem Brennholz knapp ist, ist dies eine sehr vernünftige Lösung.

Für das mit uns befreundete Projekt des Amani Orphans Home Mbigili haben wir diesmal eine große Kiste mit einer Solaranlage mitgenommen. Auch hierdurch unterstützen wir ökologische Lösungen.

Finanziert werden unsere Transporte durch großzügige Zuschüsse der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ). Da diese Förderung nur einmal im Jahr erfolgen kann, wird der nächste Container erst im Frühjahr 2012 auf die Reise gehen. Nach dem Frühjahrsputz  in unseren Lagerräumen nehmen wir aber bald wieder neue Hilfsgüter entgegen denn „Nach dem Container ist vor dem Container!“

Ulrich Siepe